Ein Denkmal

Das Philippusensemble wurde zwischen 1907 und 1910 errichtet. Es besteht aus Pfarrhaus, Gemeindesaal, Turm und Kirche, die als Gruppenbau miteinander verbunden sind.

Die Philippuskirche gehört zu den national bedeutsamen Kulturdenkmälern.

Das „Wiesbadener Bauprogramm“, nach dem der Kircheninnenraum gestaltet wurde, weicht vom damals üblichen Aufbau lutherischer Kirchen ab. Raumstruktur und Möblierung, Aufbau des Kanzelaltars, Standort der Orgel, abgeschrägter Boden, der gewaltige Jugendstilleuchter … alles steht hier für die Verbundenheit einer feiernden Gemeinde, die nur Gott über sich sieht und alle anderen Autoritäten auf Augenhöhe holt. Der Abschlussbericht der genehmigenden Behörden wünschte, dass sich ein solches Konzept nicht wiederholen möge – so blieb Philippus in ganz Mitteldeutschland eine besondere Ausprägung eines alternativen Kirchenbaues.

Die über 100-jährige Philippuskirche wurde über ein Jahrzehnt nicht mehr für Gottesdienste genutzt. Landeskirche und Kirchgemeinden übertrugen das Gebäudeensemble 2012 der BBW-Leipzig-Gruppe für eine neue Nutzung. Seitdem ist wieder Leben in die alten Mauern eingekehrt. Pfarrhaus, Gemeindesaal und Kirche erfuhren eine umfassende Sanierung für einen Inklusionsbetrieb mit Hotel und Catering, der Arbeitsplätze für Menschen mit und ohne Behinderung schafft. Seit 2012 finden hier wieder christliche, kulturelle und soziale Veranstaltungen statt: Jede*r ist willkommen, auch ohne Kirchenzugehörigkeit und meistens ohne Eintritt.

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Volker Klein

Herr Pfarrer Dr. Volker Klein

Theologischer Dienst

Tel. (0341) 42 06 69-70
klein.volker@bbw-leipzig.de

Blick vom Kanal auf die Philippuskirche
Blick vom Garten auf die Philippuskirche
Innenansicht der Philippuskirche mit Kronleuchter
Innenansicht der Philippuskirche vom Altar aus
Innenansicht der Philippuskirche, Blick auf den Altar

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