Philippus Leipzig Besucheradresse Aurelienstraße 54 04177 Leipzig Deutschland Tel. (0341) 42 06 69-0 info@philippus-leipzig.de

18.04.2017

Gottes Wort

Martin Luther: Kirchenkritiker, Mönch, Professor, Vater der Reformation, Übersetzer der Bibel und Symbol für Standhaftigkeit und Mut.

„Am Anfang war das Wort.“ Die ersten Worte aus dem Johannesevangelium stimmen auf das Motto des Reformationsjubiläums 2017 ein.

Reformation bedeutet Wiederherstellung oder Erneuerung. Lange Zeit waren alle Christen Katholiken. Ihr gemeinsames Oberhaupt war der Papst. Den Anstoß zur Reformation gab Martin Luther. Er war einer der wenigen Christen in Deutschland, der die Bibel selbst lesen konnte, da sie nur in hebräischer und griechischer Schrift verfügbar war. Viele Menschen mussten daher glauben, was die Gelehrten und die Pfarrer ihnen aus der Bibel übersetzten.

Der Papst ließ verbreiten, dass Christen für ihre Sünden nach dem Tod im Fegefeuer büßen mussten. Er verfasste Ablassbriefe und wer Geld hatte, konnte sich von seinen Sünden frei kaufen. Der Papst versprach den Käufern die Vergebung ihrer Sünden. Das Geld aus dem Ablasshandel sollte für die Kirche eingesetzt werden, zum Beispiel für den Bau des Petersdoms.

Das empfand Martin Luther als ungerecht. Gott vergibt jedem seine Sünden ohne Gegenleistung. Daher protestierte Luther gegen das Handeln des Papstes. Luther schrieb seine Entdeckungen, Proteste und Ideen in 95 Thesen auf, die er laut der Überlieferung am 31. Oktober 1517 an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg schlug. Außerdem soll er sie an den Erzbischof von Brandenburg und an seine Freunde geschickt haben. Gemeinsam wirbelten sie damit eine Menge Staub auf. Der Papst war sehr wütend darüber und schloss Luther aus der Kirche aus.

500 Jahre Reformation

Ein Teil der Christen hielt weiterhin zum Papst, andere Christen schlossen sich Martin Luther an. So entstanden die evangelische und die katholische Kirche. Die Gründung der evangelischen Kirche kam also durch den Protest gegen die Anweisungen des Papstes zustande. Daher heißen evangelische Christen auch Protestanten. Die evangelische und die katholische Kirche haben sich seit der Zeit des Mittelalters weiterentwickelt. Auch heute gibt es noch Unterschiede, aber auch viele Gemeinsamkeiten.

BBW-Leipzig-Gruppe, Diakonie Leipzig und Diakonie Sachsen haben anlässlich des Kirchentags auf dem Weg ein Programm zusammengestellt, das Sie hier finden.

Alle Veranstaltungen und das Programmheft „500 Jahre Reformation – das Jubiläumsjahr in Leipzig“, finden Sie unter: www.luther-in-leipzig.de.

Text: Franziska Daßler

www.dat-leipzig.de